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Undine

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#4845 Neues Jahr, neue Jahreskarte: Die Liebenden

Geschrieben von Undine am 02 Januar 2012 - 03:23

Ein Jahr ist es her, seit ich begonnen habe, Artikel zu schreiben – und in  meinem ersten Artikel der hier veröffentlicht wurde, habe ich meine Jahreskarte aus dem Tarot für 2011 beschrieben.

Ein ganzes Jahr (unter dem Signum des Sterns aus dem Tarot) ist seither vergangen. Ich muss zugeben, ich habe mir dieses Jahr zu Beginn anders vorgestellt. Ich bin – im Nachhinein verstehe ich es so – mit viel zu vielen Vorstellungen und Plänen in das Jahr gegangen. Die Jahreskarte, der Stern, hat mich motiviert – eine sehr positive Karte. Sie steht für das Schöpfen aus den Quellen, die Erfüllung, das Finden zu sich selber. Dennoch: Im Grunde ist das auch so gewesen, auch wenn es sich nicht immer nur gut für mich angefühlt hat. Aber wer sagt denn, dass sich das Zurückfinden zu seinen wahren inneren Quellen, die Suche nach der eigenen Bestimmung, immer nur gut anfühlen muss? Bei allen Zweifeln und Unruhen und den Veränderungen, die sich in diesem vergangenen Jahr eingestellt haben, bin ich ein Riesenstück weiter bei mir selber angekommen. Also: Der Stern behält am Ende recht.

Natürlich habe ich in der Neujahrsnacht wieder eine Karte gezogen. Besser gesagt, sogar zwei: Zuerst aus meinen Schatzkarten, die ich seit langem immer wieder mal zur Inspiration verwende. Hier kam die Ausdauer zu mir – hat mich (Krebs-AC. Wer ist da schon erfreut, wenn es um die Fähigkeit zur Ausdauer geht??)

Die Schatzkarten von Brigitta Lipold

Natürlich ist mir klar, dass das Ziehen dieser Karte für mich (gerade deshalb…) Sinn macht.

Aus dem Tarot (aus dem ich zu diesem Zweck nur die Grossen Arkana verwende) habe ich Die Liebenden gezogen.

Die Liebenden aus dem Rider-Waite-Tarot

Diese Karte habe ich, aus vielen Legungen und Ziehungen, schon sehr oft gezogen. Ich mag diese Karte sehr gerne – sie erinnert mich auch an das Symbol meines Sonnenzeichens, die Zwillinge. Im Grunde geht es bei dieser Karte aber um das Thema der Entscheidung, genauer der Herzensentscheidung. Das heisst, eine Entscheidung, die aus klarem und vollem Herzen getroffen wird, und meinen Lebensweg insofern weiterbestimmt, als sie mich auf meinen eigenen, mir bestimmten Weg weiterbringt. Warum komme ich auf diese Deutung?

Die Karte, auf der die oben dargestellte Version aus dem Rider-Waite-Tarot basiert, ist eine Darstellung, auf der ein junger Mann zu sehen ist. Er steht zwischen seiner Mutter und seiner zukünftigen Frau, er muss sich nun entscheiden (im Grunde ist natürlich klar, für wen er sich entscheiden wird. Zumindest wünschen wir ihm alle, er möge sich für die Geliebte und zukünftige Ehefrau entscheiden ;-) ). Die Entscheidung also, sich aus seiner Vergangenheit heraus, aus seiner Herkunft und seinen Wurzeln heraus den eigenen Weg weiterzugehen. Herauszuwachsen, ohne die Wurzeln abzutrennen.

Die Liebenden im Tarot von Marseille

In seinem Buch Tarot und die Reise des Helden beschreibt Hajo Banzhaf das Thema dieser Karte als den Moment der bewussten Entscheidung für den weiteren Lebensweg, den jeder Mensch auf seiner “Heldenreise” (in Anlehnung an zahlreiche mythische Beschreibungen, die bildhaft das Leben des Menschen als Heldenreise beschreiben, in der der Hauptakteur viele Aufgaben lösen muss, um zu seiner Bestimmung und Erfüllung zu gelangen) erlebt:

Diese eindeutige Entscheidung aus freien Stücken und vollem Herzen gehört sicherlich zu den höchsten Glückserfahrungen auf dem Bewusstwerdungsweg. Die dazugehörige Beherztheit und Entschiedenheit ist nicht nur das Thema dieser Karte sondern auch Voraussetzung für jede Heldenreise, die ohne die Entscheidung, das Elternhaus zu verlassen, gar nicht stattfinden würde. Das Motiv der älteren Tarotkarte war in der Malerei beliebt, wo man es bezeichnenderweise als “die Entscheidung” oder “Scheideweg” nannte.

 

Der Scheideweg des Herakles, dargestellt von Hans Cranach (+1537)

Auch jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, wird mir immer noch klarer, von Zeile zu Zeile, wie ich diese Beherztheit brauche. Dass ich an einer Weggabelung in meinem Leben angekommen bin, ist mir schon länger klar. Aber bisher fehlte mir oft der Mut und eben diese Beherztheit, mich klar für eine weitere Aufgabe und einen Weg zu entscheiden. Hier geht es nicht mal um das Richtig oder Falsch einer Entscheidung – sondern rein darum, ein Zuviel an Zweifeln ablegen zu können und mit Freude einen Weg einzuschlagen, egal ob ich jetzt weiss, wie er weitergeht, oder nicht. Möglicherweise kommt mir gerade hier die Ausdauer auch gerade recht. Ich war immer schon versucht, etwas gleich aufzugeben, wenn es sich nicht sofort vollkommen perfekt anfühlt. Vielleicht habe ich mir selber auf diese Weise viele wetrvolle Erfahrungen vorenthalten, die ich jetzt eben nachholen darf.

Zusammengefasst: Die Jahreskarte, die ich zu Silvester für 2012 gezogen habe, entsprechen meinem Bauchgefühl, das sich seit einiger Zeit beimir eingestellt hat, gut: Die Zeiten des ewigen Zweifelns und Nachdenkens, die auch viele Artikel hier im Blog seit Monaten prägen, allem voran wenn es um meinen momentanen beruflichen Weg und meine Ziele geht,  dürfen sich jetzt mal verabschieden. Ist auch wirklich an der Zeit :-)

Die Karte, auf der die oben dargestellte Version aus dem Rider-Waite-Tarot basiert, ist eine Darstellung, auf der ein junger Mann zu sehen ist. Er steht zwischen seiner Mutter und seiner zukünftigen Frau, er muss sich nun entscheiden (im Grunde ist natürlich klar, für wen er sich entscheiden wird. Zumindest wünschen wir ihm alle, er möge sich für die Geliebte und zukünftige Ehefrau entscheiden ;-) ). Die Entscheidung also, sich aus seiner Vergangenheit heraus, aus seiner Herkunft und seinen Wurzeln heraus den eigenen Weg weiterzugehen. Herauszuwachsen, ohne die Wurzeln abzutrennen.

Ausdauer


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#4756 Kinderwunsch Lilith 4 Haus

Geschrieben von Undine am 24 November 2011 - 05:49

Aktuell läuft der Saturn durch Dein 5. Haus. Das ist das Haus der Kinder. Das sorgt eher für Hemmung, Schwierigkeiten, aber wenn der Wunsch ernsthaft ist und eingebettet in eine ernsthafte Beziehung unterstützt Saturn dann so einen Wunsch, wenn nicht verhindert er dies eher.


Ich hab den Saturn auch in Haus 5, sowohl im Geburtshoroskop als auch zur Zeit als TRansit. In dieser zeit habe ich auch mein zweites Kind bekommen, also der Saturn ist kein Hindernis, oder muss es nicht sein.

Ich hatte auch immer einen längerfristigen Mondtransit oder Auslösung, als ich schwanger wurde, das würde ich auch noch mniteinbeziehen.
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#4628 Begegnungshoroskop

Geschrieben von Undine am 24 Oktober 2011 - 08:01


Ich hatte gestern eine nette Begegnung....und nun möchte ich gern wissen,ob sich daraus was entwickeln kann


Das Horoskop sieht nach einer "verbindlichen" Begegnung aus, wo sich die Begegnungspartner gegenseitig eng verbunden, sogar verpflichtet fühlen. Es geht um das Skorpionthema, und der Herrscher Pluto steht in 2. DIe Bindung an die Begegnung geschieht ganz real, auch auf der Substanz- und Körperebene. Mars-Venus deutet für mich auf erotische Atmosphäre oder einer Spannung, die in der Luft liegt. Der Ausgang scheint unklra und ist nicht greifbar, MC Herrscher in 12, Venus in 12. Dennoch: Der Skorpion und der Pluto in 2 sprechen für Verbindlichkeit, ich kann mir vorstellen, dass sich eine Beziehung, welcher ARt auch immer, entwickelt.
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#4587 Praktische Anwendung Der Synastrie

Geschrieben von Undine am 13 Oktober 2011 - 08:00

Hallo Thorsten. Hm. Ich bleibe erstmal ganz still, denn ihr wisst auf jeden fall mehr als ich. Haengst du dann auch die graphik von der synastrie rein? Von haus eins aus also wird der der ausdruck der persoenlichkeit "dominiert", von haus fuenf aus die gesammte individualitaet..


Ich habe euch die Synastriegraphik hochgeladen, ich denke das hilft bei der Betrachtung.

Ich würde dem fünften Haus den Ausdruck der Persönlichkeit zuordnen, und dem ersten Haus die reine Durchsetzung der Anlagen. Mit dem Mars in 1, gerade weil er dominant steht. wird der extrovertierte Charakter von Katrin betont, weil durch den Mars sich die Anlagen Raum schaffen können, er schafft dir deinen Raum und dein "Revier", deinen Platz zu finden. Er "treibt" deine Anlagen nach aussen, in die Sichtbarkeit, oder in die Erscheinung, wie es Döbereiner sagen würde.

Der Pluto in 5 betrifft den Selbstausdruck, die Art und Weise, meiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen, und nicht, wie im ersten Haus, die reine Durchsetzung. Mit Pluto in fünf ist der Ausdruck kraftvoll-suggestiv, magnetisch. Er verleitet zu Machtspielen, zu, Experimentieren mit den eigenen Kräften und Einflüssen, zum Austesten des eigenen Charismas. Der Mond kommt hier dazu, aus Haus 11, da möchte sich das eigene Empfinden eigentlich lösen (Haus 11, Loslassen vom Subjektiven, also auch von den Spielereien des fünften Hauses) von den Anliegen der Persönlichkeit und des Ego; die Konstellation zeigt also die Verstrickung zwischen dem Subjektiven, das einen gewissen Machtanspruch ausdrückt, und der Notwendigkeit, das Subjektive von diesen Ansprüchen zu lösen, sich davon zu befreien. Zusammen ergibt das Mond-Pluto, das "übersteigerte", intensive Empfinden, das sicher auch ganz deutlich zum Ausdruck gebracht wird, wenn das in das fünfte Haus hineingeht.

Ja und diese Veranlagung von Verena trifft jetzt auf genau eben den Selbstausdruck von Katrin, denn sie legt ja auch auf der Ebene Haus 5/11 von Katrin.

Thorsten woher nimmst du das mit der gleichen "Wellenlänge"?

Lg Julia

Angehängte Grafiken

  • katrin_verena.gif

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#4535 Wie Geht Es Weiter?

Geschrieben von Undine am 08 Oktober 2011 - 07:35


Ich würde mich gerne in die Astrologie einlesen und möchte gerne solche Horoskope mit den Häusern und alles selber erstellen und "lesen" (?) Können
Nur habe ich keine Ahnung wo ich diese erstellen lassen könnte?
Vieleicht habt ihr da Tipps für mich.


Hallo Jelena!

Ein wirklich gutes Buch, das ich immer wieder anschau und mir Anregungen hole: von Hajo Banzhaf und Anna Haebler, Schlüsselworte zur Astrologie.
Es ist für Anfänger sehr gut geeignet, man schaut aber auch als Fortgeschrittene immer wieder gerne hinein.
Ansonsten kann ich nur empfehlen, die Lehr- und Übungsbücher von Wolfgang Döbereiner zu lesen, ich habe hier am meisten gelernt.

Ich denke nicht dass es ethisch korrekt ist, hier das Horoskop deines Freundes deuten zu lassen, aber du kannst hier gern dein Geburtsbild hochladen und zur Diskussion freigeben. Man fängt am besten eh immer bei sich selber an, dann versteht man sein Gegenüber auch besser.

Lg Julia
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#4519 “Kaufen für die Müllhalde” – Licht und Schatten der Konsumgesellschaft

Geschrieben von Undine am 29 September 2011 - 08:08

Diesen Dokumentarfilm sollte jeder gesehen haben. Es geht um die sogenannte geplante Obsoleszenz, die bewusste Anfertigung von Produkten, die nach gewisser Zeit nicht mehr funktionsfähig sind und den Konsumenten dazu zwingen, wieder neu zu konsumieren. Egal ob es sich dabei um Glühbirnen, Nylonstrümpfe oder Handys handelt – immer geht es darum, Menschen möglichst schnell wieder zum Konsumieren zu bringen.

Woher kommen unsere Wünsche und Bedürfnisse? Wie sehr wir in diesen Dingen Marionetten der Industrie und des Konsumdenkens sind und unsere Welt und ihre Ressourcen dabei aufs Spiel gesetzt werden, möchte dieser Film bewusst machen. Und Bewusstwerden ist ein erster Schritt zur Veränderung – in allen Dingen. Gedanken zur Lösung der Probleme, die in dem Film dargestellt werden, darf sich jeder und jede selbst machen – ein Film, der in jedem Fall zum Nachdenken anregt.


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#4441 Lebenshöhepunkt

Geschrieben von Undine am 16 September 2011 - 05:01

In der Liebe tut sich absolut gar nix, auch schon gar nix. Angeblich würde ich im Jahre 2012 im Mai, mit Aussicht auf ein Kind gute Konstellationen haben. Kann mir jemand Hilfe geben? Langsam zweifel ich an mir, weil sich im Thema Partnerschaft auch schon gar nix tut :-((.


Hallo Lichtquelle!

Erstmal: Ich hab auch Saturn in 5 und hab zwei Kinder und eins auch noch bekommen als Saturn aktuell Richtung Radix-Saturn durch mein 5. Haus gewandert ist :)

Und zum Thema Partnerschaft: Du hast gleich doppelt Venus-Neptun (Venus in 12 und in Konjunktion mit Neptun). Das kann bedeuten, dass das Thema Beziehung bei dir mit schwer verwirklichbaren Sehnsüchten gekoppelt ist (Beziehungsenttäuschungen vorprogrammiert) oder dass du den Hang zu unerreichbaren Partnern hast (verheiratet, Ausland...). Du hast Liebes-Träume, Bilder von Liebe und Beziehung, die möglicherweise (zu?) idealistisch sind, zu sehr, um in der Realität Fuß fassen zu können. So kann es sein, dass sich zwar Beziehungen ergeben, die sich aber nicht im Alltag "verwurzeln" (Saturn!) und zu instabil sind, um zu halten.
Was natürlich nicht heisst dass du jetzt Nonne werden sollst (was nicht abwegig ist bei Venus Neptun, ähnlich auch Mond Neptun) - aber du kannst versuchen, die Energien dieser Konstellation umzuleiten: Venus Neptun deutet auch auf einen (überhaupt in Haus12 wie bei dir) starken Bezug zu spitituellen Themen. Wenn du deine Sehsüchte und Träume in diese Themen kanalisierst, hat das Beziehungsthema bessere Chancen, geerdeter zu werden. Da sind wir wieder bei Saturn. Das ist natürlich auch mein THema gerade, deshalb komme ich da jetzt immer wieder drauf. Betrachte deinen Saturn nicht als Übeltäter, sondern als deine Chance, Fuß fassen zu können, Stabilität ins Leben zu bringen, auch beim Thema Liebe und Beziehung.

Lg Julia
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#4381 Transitberechnung Orbisabstände?

Geschrieben von Undine am 02 September 2011 - 04:47

Hallo,

ich wüsste gerne wie weit die Abstände bei Transitberechnungen zum eigenen Radix entfernt sein dürfen, damit sie noch Auswirkungen haben?

Ich denke, hierzu gibt außerdem noch einmal Unterschiede bei den einzelnen Planeten, oder?

Könnte mir da bitte jemand weiterhelfen?

Vielen Dank erst mal.

Liebe Grüße
Nic


Hallo Nic!

So genau kann ich dir das auch nicht beantworten, denn ich glaube, dass da vor allem individuelle Erfahrungswerte mitspielen. Und dass es UNterschiede zwischen den Planeten gibt, ist klar.

Beim Mond nehm ich zum Beispiel einen Orb von bis zu 10°, nicht nur bei Transiten, sondern auch bei Aspekten im Geburtshoroskop. Bei Mars nicht ganz so viel, aber ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass es bei 7-8° noch spürbar ist. Da muss man einfach selber ausprobieren.
Bei den ganz langsamen Planeten würde ich sagen 1-2°, aber wie gesagt: auch eher Erfahrungs- und Gefühlssache.

lg Julia
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#4370 Über den (Un-)Sinn der Versäumnisangst

Geschrieben von Undine am 01 September 2011 - 07:52

Versäumnisangst…Was für ein seltsames Wort.

Dennoch bezeichnet es etwas auch mir durchaus Vertrautes: die Angst vor Entscheidungen und ihren Folgen.

Warum ist es so, dass viele Menschen, einschließlich mir (phasenweise mehr und dann Gottseidank! wieder weniger) so große Angst vor Entscheidungen haben, seien es wichtige oder auch nur (scheinbar?) triviale Dinge?

Die Antwort ist mir heute ganz klar vor Augen gestanden: Es ist eine Form von Versäumnisangst. Entscheide ich mich für etwas, dann entscheide ich mich ganz automatisch auch gegen etwas. Eine Tür öffnet sich, die andere schließt sich, möglicherweise für immer, wer weiß. Das, was sich hinter der nun verschlossenen Türe verbirgt, könnte für mich zum Versäumnis werden. Nun ist es eben so, dass sich immer wieder, jeden Tag, mehrmals, Türen schließen, bei jeder noch so kleinen Entscheidung, die ich treffe. Alles potentielle Auslöser für Versäumnisangst. Ein Grund, entscheidungslos, unklar, unsicher und handlungsschwach zu leben?

Das erinnert etwas an das grundsätzliche Problem jungfraubetonter Menschen: Das Schlimmste, was man einer Jungfrau antun kann, habe ich mal bei einem Astrologen gelesen, sei, sie vor eine Weggabelung zu stellen, mit der Aufforderung, sie möge den weiteren Weg bestimmen. Panik bei der Jungfrau. Was tun? Tatkraft und Spontanität sind nicht grade ihre Stärken. Nein, schlimmer noch, sie fängt an zu grübeln. Was tun? Sie denkt über das Tun nach, aber sie tut nichts. Je mehr sie nachdenkt, umso schwerer und gewichtiger erscheint die Entscheidung. Am Ende zerbricht sie wörtlich an ihrem Kopfzerbrechen.

Tierkreiszeichen Jungfrau

Gut, es kann auch seinen Sinn haben, sich Phasen des Nachdenkens und Sinnierens hinzugeben. Aber der Sprung ins Handeln hinein  muss einfach gewagt und gemacht werden. Diese Einsicht ist mir gestern schlagartig gekommen. Ungern. Ich gehöre ja zu der Sorte Menschen, die gerne warten, bis etwas ganz von alleine passiert. Das kann auch so sein, und ich habe es auch schon oft so erfahren dürfen. Die Dinge geschehen manchmal auch einfach, ohne Zutun. Das Sichtreibenlassen, das passive Empfangen der Geschehen, der Fluss der Dinge, das entspricht dem Fische-Thema. Nicht umsonst steht dieses Zeichen der Jungfrau gegenüber: Hier die Hingabe und das Fließen, dort das Grübeln und Analysieren.

Tierkreiszeichen Fische

Was also bringt mich weiter?

Versäumnisangst auf keinen Fall. Auch nicht das Abwägen von richtig oder falsch. Was für einen Sinn macht es, vorher über richtige und falsche Entscheidungen nachzudenken? Wichtiger ob es die richtige oder falsche Entscheidung werden wird, ist doch, dass es eine klare Entscheidung von Herzen ist.  Ich denke, ob etwas “richtig” oder “falsch” ist, kann man im Vorhinein nie zur Gänze beurteilen. Oft stellt sich im Nachhinein heraus, dass eine “falsche” Entscheidung dann zum “Richtigen” hin geführt hat.

Ja, und es geht hier auch, wie es sich in meinen Träumen sich schon länger angekündigt hat, um die Frage nach Macht, Autorität, Selbstbewusstsein. Entscheide ich klar, dann handle ich, und dann bin ich verantwortlich für mein Tun und gestalte ganz bewusst mein Leben (Nein, will nicht!…schreit natürlich – immer noch- ein Teil von mir). Das Erleben der eigenen Kraft, Entscheidungen über das eigene Leben treffen zu können und Dinge ins Leben lassen und daraus ausschließen zu können, Anfänge und Endpunkte zu setzen… Das kann Angst machen. Nein, es macht Angst. Denn es hat die Kehrseite des Erlebens der Verantwortung für das eigene Leben.

Den halben Sommer lang habe ich innerlich damit gekämpft, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Weil ich, wie hier schön öfter berschrieben, eine Tanzausbildung angefangen hatte, die in ihrer Form einfach nicht mehr für mich gepasst hat. Ich habe sie dann beendet. Dann weiter der Kampf, mache ich etwas anderes, mache ich überhaupt noch irgendwas, treffe ich nur wieder eine falsche Entscheidung? Endlich ist es klar (-und seither sind auch die Geräusche in meinem Ohr verschwunden, welch Wunder. Das Kopfzerbrechen hat ein Ende). Die Richtung in die ich mich bewege stimmt doch, nur mein Vertrauen in mich selbst ist allzu leicht zu erschüttern. Ich habe die letzten zwei Wochen fast jeden Tag getanzt, weil ich bei verschiedenen workshops mitgemacht habe, und ich spüre es (auch als Muskelkater ;-) ) tief in mir drin, daß es zu mir gehört. Das Tanzen, das bewusste Spüren meines Körpers, und der Kraft und Beweglichkeit, die darin steckt. Auch wenn eine Form (der Ausbildung) nicht gepasst hat, die Suche nach der richtigen Form kann ja weitergehen. Das “Falsche” eröffnet die nächste Tür. Eine Tür schließt sich, eine neue öffnet sich. Ich brauche keine Angst zu haben, wieder eine -für mich- falsche Ausbildung anzufangen. Ich öffne einfach die nächste Tür. Danach können die Dinge dann auch gerne wieder einfach so geschehen. Ohne mein Zutun. Alles fließt :-)

 


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#4069 Anschlag in Oslo: Ereignishoroskop

Geschrieben von Undine am 27 Juli 2011 - 07:33

Erst gestern kam mir die Idee, das Ereignishoroskop für die schrecklichen Geschehnisse in Norwegen anzusehen. Ich mache das sonst eher selten – wenn, dann bin ich aber immer überrascht über die Konstellationen, die sich gerade bei Katastrophen immer wieder wiederholen (zum Beispiel markante Mars- und Plutoverbindungen).

Das Horoskop ist berechnet auf den Zeitpunkt der Explosion, als Beginn der Geschehnisse.

Anschlag auf Oslo

Zeitpunkt der Explosion in Oslo

Skorpion am AC bestätigt die ideologischen Hintergründe der Tat: Es geht hier ganz eindeutig um nichts anderes als das konkrete Erscheinen einer Ideologie, einer Vorstellung.  Im Zeichen Skorpion und dem Herrscherplaneten Pluto liegen gewaltige Macht und das Potential zur Zerstörung, wenn die Möglichkeit dieses archetypischen Prinzips zur Transformation und Wandlung nicht genutzt wird. Dann wird Pluto zur Erscheinung der Verdrängung dieser Kraft: Er wird zum Mittel der Macht- und Gewaltausübung.

Gemäß dieses Horoskops will also Ideologie Erscheinung werden, das kann man nur aus dem AC schon sagen. Der Herrscher des Zeichens steht in Haus 2, das Thema wird konkret, spielt sich im Materiellen, im Substantiellen ab. Materie wird zerstört, Körper werden verletzt, Substanz angegriffen.

Verstärkung bekommt dieser ins Zerstörerische verwandelte Pluto von Saturn und Uranus, deren Aspekte das ganze Jahr 2011 wirksam sein werden: Saturn in Opposition zu Uranus stehen beide im Quadrat zu Pluto. Eine explosive Verbindung dieser drei Planeten: Saturn – Uranus stent für die Unvereinbarkeit der Gegensätze, für den Kampf des Alten gegen das Neue, des Gesetzes gegen das Gesetzeswidrige. Der Eintritt der Uranus in das Zeichen Widder war zeitlich ganz direkt verbunden mit den Erdbeben in Japan, un darin hat sich auch die ganze Gewalt dieser Konstellation schon vorab gezeigt: Es geht hier um radikale Umbrüche, um die Notwendigkeit von Veränderungen, um das radikal Neue,das sich durchsetzen will. Da wird deutlich, warum der Saturn in Opposition dazu das Ganze so explosiv macht: Saturn steht in diesem Zusammenhang für die alten Ordnungen, die Tradition, für Struktur und Stabilität, die durch die Quadrate von Uranus und Pluto immer wieder infrage gestellt und angegriffen werden.

Uranus, der große Veränderer und Reformer, wendet sich mit diesem Pluto im Gepäck gegen das Leben, das Lebendige, und – den traditionellen Entsprechungen des fünften Hauses zufolge – auch gegen Kinder und Jugendliche.

Mars als alter Herrscher des Zeichens Skorpion steht in Haus 8, Aggression wirkt im Bereich der Ideen, der Vorstellung. Aggressives Gedankengut, Gewaltideologie. Im Zeichen Zwilling tut er das durchaus rational, gibt sich intellektuell, kommuniziert die Ideologie nach Außen.

Der genau geplante, ideologisch motivierte Anschlag hat mich gleich an das ins Dunkle gekehrte Skorpionthema denken lassen. Pluto wandert zur Zeit durch das Zeichen Steinbock, und er wirft die Frage auf, welche Gesetze und Ordnungen (noch) gültig sind, und ob diese Norm für Gesellschaften und Individuen sein können. Eine Zeit, in der man sich verstärkt dem Thema der geistigen Ideologien widmen sollte. Und die Zeit ist eben so, dass sich Ideologien, auch und vor allem rechtsradikaler Art, wieder öffentlich zeigen, ob fast unverschämt intellektuell getarnt oder versteckt hinter gedankenlosen Stammtischgesprächen, in den Reinheitsphantasien esoterischer Kreise oder den unreflektierten und einfach übernommenen Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen und Religionen in Österreich, in allen Altersstufen, in allen sozialen Schichten. Abgesehen davon ist es Pluto allerdings egal, ob die Ideologien, die auf seinem Nährboden gedeiht, rechts oder links oder sonstwie geartet sind – die Ideologie ist an sich etwas Lebensfeindliches, nach dem Motto: Vorstellungen statt Lebendigkeit.

 


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#3954 Schicksal Oder Nicht ?

Geschrieben von Undine am 27 Juni 2011 - 09:51

Wieder mal die alte Frage : Ist das Schicksal vorherbestimmt und kann man Tendenzen in der Astrologie erkennen ? Lebt es sich nicht besser ohne die Astrologie ? Ist es nicht besser wenn man gewisse Dinge gar nicht weiss ? Ist es nicht eine Astrologenkrankheit, dass man zu sehr auf die Sterne anstatt das Gefühl geht bzw. ist das Gefühl durch die astrologischen Kenntnisse dann nicht zu sehr beeinflusst ?


Ja, ich kenne diese Gedanken :lol:


Ich hab es mir auch abgewöhnt, im Vorhinein zu viele Konstellationen anzusehen, weil zu viele DInge da mitspielen, die die Zukunft kreieren: Erwartungshaltungen, Ängste, Befürchtungen, Wünsche. Ich glaube nicht dass man das eigene Gefühl auf Dauer so beeinflussen kann, dass es nicht mehr zu dir spricht, Meiner Erfahrung nach ist das eigene Empfinden sehr aufdringlich und meldet sich immer wieder, bis es gehört wird. AUch wenn man es eine Zeit lang unterdrücken kann. Was heute ja leicht funktioniert, das ist keine Frage: Die totale Bilderflut durch Medien, Internet, der Pluralität der Weltanschauungen, Psychopharmaka und andere reinsymptomunterdrückende Medikamente...Es gibt viele Wege, Wahrheit zu verschleiern und momentan nichts mehr zu empfinden (im wörtlichen Sinne von in sich finden, man hat keinen Zugang mehr zu seinem Ineren.)

Im Nachhinein Konstellationen anzusehen, halte ich persönlich immer für sinnvoll. Es schult die Deutungsfähigkeit, auch ganz allgemein. Das Horoskop ist ja nur ein Weg, ein Bild des Lebens zu deuten, es gibt viele DInge die wir deuten können, DInge die uns täglich passieren, die wir sehen, uns nicht loslassen, immer wieder kommen. Wir brauchen keine Horoskope! Und doch fasziniert mich dieser Weg immer nich ganz besonders,weil die Symbolsprache der Planeten so klar und prägnant ist, man kann sie fast wie verschiedene Personen (Archetypen, die sie ja sind) betrachten und auch behandeln.

Also: Angst und Determinismus nein, Respekt und Offenheit für die Zeichen der Zeit: eindeutiges JA :)


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#3349 HomosexualitäT Im Horoskop Sichtbar ?

Geschrieben von Undine am 16 Februar 2011 - 10:50

Dieser Beitrag soll auf keinen Fall diskriminierend sein - ich bin auf die Frage ob Homosexualität in einem Horoskop sichtbar sein könnte gestossen, als ich mit einer sehr guten Kollegin das Horoskop ihres aktuellen Herzensfavoriten angeschaut habe - sie äusserte aber den Verdacht, dass er evtl. an Frauen nicht interessiert ist.

Ich habe mir überlegt - wenn so etwas sichtbar sein könnte müsste der Mars in einem Spannunsfeld zu Uranus evtl. in Kombination mit Jupiter sein. Oder ein rückläufiger Mars mit Spannungsfeld zu den genannten Planeten.Ich kann es nicht so recbt eingrenzen. :)


Bei Männern fehlen mir da die Erfahrungswerte (wenngleich das Bauchgefühl gleich Uranus sagt).


Bei Frauen die Frauen lieben, hab ich die Erfahrung daß das Venus-Neptun anzeigen kann - in meinem Bekanntenkreis hab ich jemanden, deren Horoskop und das ihrer Freundin ich mal gemacht habe - beide haben sehr markante Venus-Neptun Konstellationen, auch im Komposit, nicht nur in ihren Gebusrthoroskopen. Ob das jetzt allemeine Aussage werden kann bin ich nicht sicher - aber ich hab das Gefühl daß die Konstellation durchaus zum Lesbisch sein passen könnte.

Ich bin nicht sicher, ob man das klar im Horoskop festlegen kann, irgendwie hab ich mir schon öfter gedacht, daß jeder Menschen auch homoerotische Anteile in sich trägt, jeder hat ja Männliches und Weibliches. Nur bei manchen tritt ein Aspekt stärker in den Vordergrund.


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#2700 Meine Berufung? Guckt Mal Jemand Auf Mein Radix?

Geschrieben von Undine am 13 August 2010 - 05:06

ok, ja, astro.com ist mir auch gerade eingefallen. kannst du damit etwas anfangen?


Hallo,


willst du über dein Geburtshoroskop sprechen? :)

Lg Julia


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#1388 Das 12. Haus

Geschrieben von Undine am 17 Juli 2009 - 10:11

12. haus ist für mich eher die verschlossenheit





Das was auf viele wie Verschlossenheit wirkt, ist eigentlich das Unverstandensein das mit dem Leben mit Themen des 12. Hauses zu tun hat.

Ich hab Sonne in 12 und ich habe mich sehr lange von vielen unverstanden und nicht zugehörig gefühlt. Das kommt bei vielen so an, als sei ich verschlossen. 

Das 12. Haus ist aber eigentlich DIE Offenheit schlechthin. Das Haus der Unbegrenztheit, der unbegrenzten Möglichkeiten. Daher sind Menschen mit Anlagen in 12 auch viel offener und veränderlicher veranlagt. Man lebt ja auch viel freier und offener wenn man mit einem Bein im Jenseits steht :lol:  Das ist jetzt natürlich etwas übertrieben...

Ich blühe ja immer so richtig auf wenn ich in einem Umfeld bin, in dem ich mich verstanden fühle - ich gebs zu das ist auch hier im Forum so. Ist tatsächlich wie im 12. Haus hier, so richtig zum Wohlfühlen für Menschen wie mich :rolleyes:  Kommt aber wohl auch daher dass der Admin dieses Forums selbst das 12. Haus in Person ist B)


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#1346 Karma

Geschrieben von Undine am 15 Juli 2009 - 11:02

Das würde ich so nicht sehen. Es ist das Haus der verdrängten Inhalte aus der Familie, kann auch recht weit zurück gehen, wenn ein Familienthema sich lange entwichelt hat. Karmische Themen findet man beim Mondknoten und jedem anderen rückläufigen Planeten - sie öffnen das Tor in eine andere Zeit.


Da es das Haus des Verdrängten der Vergangenheit ist, hat es schon auch karmische Bedeutung. Denn durch einen Blick auf diese Themen wird dann auch klarer, was ich an Karma mit mir rumtragen muss. Denn was ist Karma aneres als das Ungelöste der Vergangenheit das wieder und wieder nach Lösung sucht...


Mit den Mondknoten hast du aber natürlich recht.


Nun karmisch gesehen bringt ein Selbstmord auch nichts, denn die Leute welche dies vertreten sagen, dass man dann nur wieder mit dem genau gleichen Thema inkarniert wird, man sich durch einen Selbstmord dem Thema nicht entziehen kann. Es geht darum im aktuellen Leben die Lernschritte zu machen, die es zu bewältigen gilt. Helfen kann man leider nur sich selbst - andere Menschen können einem nur unterstützen und auf gewisse Problematiken aufmerksam machen, aber den Schritt und den Prozess muss man selber machen.


Ich würde sogar sagen dass ein Selbstmord alles nur schlimmer macht. Denn anstatt zu versuchen, die Aufgabenstellung des eigenen Lebens irgendwie zu bewältigen, flüchtet man davor. Die Last des Ungelösten wird dadurch noch grösser, falls es tatsächlich so ist, dass man erneut inkarniert. Das Problem muss dann fast zwangsläufig noch viel intensiver und drastischer auftreten, damit man es nicht wieder "übergeht".


Kirchlich gesehen ist die Nichtakzeptanz des Selbstmordes aber eher ein Ausdruck der Ehrfurcht vor dem Leben, das von Gott geschenkt ist und daher etwas Heiliges und Einzigartiges. An Wiedergeburt glaubt ein Katholik ja normalerweise nicht, zumindes ist es nicht offizielle Lehrmeinung der Kirche.

Aber der Hintergrund ist ähnlich: DU hast dein Leben, es ist etwas Kostbares und Heiliges, und du solltest das Beste daraus machen und ALLE deine Möglichkeiten ausschöpfen, und versuchen, alles was dir im Leben begegnet, als dir ge-schickt erleben. Und alles was du als schlecht oder dir schadend, als Herausforderung und Aufgabe, etwas zum Guten zu verändern, so gut es geht.


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