Undine

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About Undine

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  • Birthday 06/11/1982

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  • Interests Astrologie, Tanz und Musik, Yoga

Undine's Activity

  1. Undine added a post in a topic:   

    Einer meiner ersten Artikel hier drehte sich um die Sonne-Neptun-Konstellation. Wenn ich jetzt, ein Jahr später, nur auf die Überschrift dieses Artikels blicke, bin ich schon sehr erstaunt. Wie zutreffend, im RĂŒckblick auf das, was das letzte Jahr ĂŒber in meinem Leben so alles geschehen ist. Und das LebensgefĂŒhl, das ich großteils hatte, ist das, was ich in diesem, vergangenen Artikel “IdentitĂ€tskrise” nenne.
    Im aktuellen Solar (Jahreshoroskop), das immer noch bis zu meinem Geburtstag gilt, steht die Sonne in Haus 12, wie in meinem Geburtshoroskop. Also ein Sonne-Neptun-Thema dieses Jahr, verstÀrkt. Es ist ohnehin immer da, durch meinen Sonnenstand und die Sonne-Neptun-Opposition in meinem Horoskop.
    Die ewige Suche
    Mir sind heute noch spontan einige Bilder in den Sinn gekommen, die die Thematik von Sonne-Neptun beschreiben: die ewige Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Es ist die Suche nach dem Leben, nach der eigenen Lebendigkeit, der je eigenen Ausdrucksweise, wie im vergangenen Artikel beschrieben. Es ist aber auch, und das ist oft die konkrete Auswirkung davon, das Suchen des Ortes, der Gemeinschaft, dem Platz, an dem man sich zuhause und zugehörig fĂŒhlt. Vorwegnehmend kann ich schon sagen, dass das Ganze natĂŒrlich darauf hinauslĂ€uft, eben nirgends richtig “daheim” zu sein. Oder besser: Überall und nirgends. Sonne-Neptun -Menschen haben etwas Ungreifbares an sich: AnpassungsfĂ€hig und verĂ€nderlich, fĂŒgen sie sich schnell in (oft auch ungeeignete) Strukturen ein. ChamĂ€leonartig. Bis wieder die Erkenntnis kommt: Und hier gehöre ich wieder nicht hin. Wieder Heimat- und Orientierungslosigkeit. Und wieder die Suche nach den nĂ€chsten sich bietenden Strukturen, in die sich die ratlose Neptun-Sonne hineinbegeben kann.
    Ein ewiger Teufelskreis? Die Gefahr ist sicher groß. Das einzige, was diese Angst (und es ist immer eine tiefsitzende Lebensangst, die den Sonne-Neptun-Menschen in die ewig-aussichtslose Suche treibt) lösen kann, ist der Weg in die EigenstĂ€ndigkeit und UnabhĂ€ngigkeit. Es sind gerade Menschen mit diesen Veranlagungen, und hier spreche ich ganz einfach auch von mir persönlich, deren wichtigste Aufgabe im Leben zu sein scheint, wirklich aus sich selbst etwas ins Leben zu bringen, und das nicht im Aussen, im Vorgegebenen zu suchen. Ich brauche mich nicht einzufĂŒgen, ich brauche auch nirgends “dazugehören” – wenn ich in klaren Momenten diese Erkenntnis vor mir sehe, ist das wie ein Aufatmen.
    Etwas Besonderes sein?
    Letzte Woche habe ich meine Mutter darauf angesprochen, dass ich immer wieder in Situationen, öfter noch: in Gruppen gerate, wo ich plötzlich das GefĂŒhl bekomme, nicht hinzugehören. Das kann so plötzlich kommen, dass ich regelrecht erschrecke. Vor allem dann, wenn ich mir vorher sicher war, am richtigen Platz zu sein. Die -wie immer kurze und sehr prĂ€gnante Antwort ihrerseits: Ja ich weiss, du möchtest etwas Besonderes sein. Im ersten Moment wehrte sich alles in mir gegen diese Aussage. Ich wehrte ab: Nein, ich werde eben unsicher, habe Angst, am falschen Ort zu sein. Meine Mutter darauf: Aber du bist etwas Besonderes, einfach anders als die meisten Anderen. Mein BauchgefĂŒhl sagte hier sofort JA. Bin ich etwas Besonderes? Eine große Versuchung, die ich bei mir genauso erfahren habe, ist die, sich seiner selbst plötzlich zu sicher zu sein. Die Grenze zwischen GrĂ¶ĂŸenwahn und tiefgreifenden Selbstzweifeln und DurchsetzungsschwĂ€che ist bei Sonne-Neptun-Menschen, also auch bei mir, nicht klar auszumachen. Das fĂŒhrt bei mir oft dazu, dass ich mich einer Sache, einem Menschen, einem Ziel sehr schnell verschreibe, nur um dann, nach der logischen EnttĂ€uschung, mir meiner selbst ĂŒberhaupt nicht mehr trauen zu können. Wer bin ich eigentlich wirklich? Nach Phasen zu starker Anpassung kommt als Konsequenz die echte Sonne-Neptun-Lebenskrise. Das “Besondere” ist das im wörtliche Sinne “Ab-Sondernde” an einem Sonne-Neptun-Menschen. Ich erfahre das an mir selber: Ich suche die Zugehörigkeit in Systeme, Gruppen, Weltanschauungen dann verstĂ€rkt, wenn ich mich schwach und orientierungslos fĂŒhle, nur um dann erst recht ernĂŒchtert und letzten Endes geschwĂ€cht zu werden durch die Erkenntnis, keine Zugehörigkeit zu finden.
    Die klassische Aussenseiterkonstellation? Möglich. Es ist eben notwendig, hier nicht zu werten: Es ist nicht gut oder schlecht, zum Beispiel in Gruppen, am Rand zu stehen. ich erinnere mich hier an Wolfgang Döbereiner, wenn er vom “outlaw” spricht: Immer wieder betont er, der Astrologe habe ein outlaw zu sein. Er ist nicht zugehörig. Aber gerade deshalb ist er frei, unabhĂ€ngig, und kann ohne Bewertungen und Beurteilungen Deuten und Verstehen.  Ich erlaube mir, dass zu erweitern auf Menschen mit dominantem Neptun und Sonne-Neptun-Themen. Die Lösung ist die, nicht dazuzugehören, und gerade deshalb eigenstĂ€ndig und ohne AnpassungszwĂ€nge leben zu können.
    Ein kleines StĂŒck weiter auf diesem Weg bin ich im vergangenen Jahr mit Sicherheit gekommen.


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  2. Undine added a post in a topic: Zum Forum   

    Bei mir ist es so, dass sich in letzter Zeit meine Prioritäten etwas verschoben haben. Ich kann und will nicht mehr so viel Zeit in OnlineaktiitĂ€ten investieren - es ist einfach zuviel Anderes in meinem Leben notwendig. Ich fĂ€nde es allerdings auch sehr schade, wenn es das Forum nicht mehr geben wĂŒrde, ich habe hier sehr viel gelernt in den letzten Jahren.
    Aber es ist schon richtig, besser gar kein Forum als ein schlechtes und schlecht gefĂŒhrtes. Ich bin halt momentan auch nicht so verfĂŒgbar, bei mir tun sich grad so viele Wege auf, die auch Zeit und Energie kosten.

    Ich wĂŒnsche euch auf jeen Fall ein gutes, erfĂŒlltes neues Jahr
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  3. Undine added a post in a topic: Neues Jahr, neue Jahreskarte: Die Liebenden   

    Ein Jahr ist es her, seit ich begonnen habe, Artikel zu schreiben – und in  meinem ersten Artikel der hier veröffentlicht wurde, habe ich meine Jahreskarte aus dem Tarot fĂŒr 2011 beschrieben.
    Ein ganzes Jahr (unter dem Signum des Sterns aus dem Tarot) ist seither vergangen. Ich muss zugeben, ich habe mir dieses Jahr zu Beginn anders vorgestellt. Ich bin – im Nachhinein verstehe ich es so – mit viel zu vielen Vorstellungen und PlĂ€nen in das Jahr gegangen. Die Jahreskarte, der Stern, hat mich motiviert – eine sehr positive Karte. Sie steht fĂŒr das Schöpfen aus den Quellen, die ErfĂŒllung, das Finden zu sich selber. Dennoch: Im Grunde ist das auch so gewesen, auch wenn es sich nicht immer nur gut fĂŒr mich angefĂŒhlt hat. Aber wer sagt denn, dass sich das ZurĂŒckfinden zu seinen wahren inneren Quellen, die Suche nach der eigenen Bestimmung, immer nur gut anfĂŒhlen muss? Bei allen Zweifeln und Unruhen und den VerĂ€nderungen, die sich in diesem vergangenen Jahr eingestellt haben, bin ich ein RiesenstĂŒck weiter bei mir selber angekommen. Also: Der Stern behĂ€lt am Ende recht.
    NatĂŒrlich habe ich in der Neujahrsnacht wieder eine Karte gezogen. Besser gesagt, sogar zwei: Zuerst aus meinen Schatzkarten, die ich seit langem immer wieder mal zur Inspiration verwende. Hier kam die Ausdauer zu mir – hat mich (Krebs-AC. Wer ist da schon erfreut, wenn es um die FĂ€higkeit zur Ausdauer geht??)
    Die Schatzkarten von Brigitta Lipold
    NatĂŒrlich ist mir klar, dass das Ziehen dieser Karte fĂŒr mich (gerade deshalb…) Sinn macht.
    Aus dem Tarot (aus dem ich zu diesem Zweck nur die Grossen Arkana verwende) habe ich Die Liebenden gezogen.
    Die Liebenden aus dem Rider-Waite-Tarot
    Diese Karte habe ich, aus vielen Legungen und Ziehungen, schon sehr oft gezogen. Ich mag diese Karte sehr gerne – sie erinnert mich auch an das Symbol meines Sonnenzeichens, die Zwillinge. Im Grunde geht es bei dieser Karte aber um das Thema der Entscheidung, genauer der Herzensentscheidung. Das heisst, eine Entscheidung, die aus klarem und vollem Herzen getroffen wird, und meinen Lebensweg insofern weiterbestimmt, als sie mich auf meinen eigenen, mir bestimmten Weg weiterbringt. Warum komme ich auf diese Deutung?
    Die Karte, auf der die oben dargestellte Version aus dem Rider-Waite-Tarot basiert, ist eine Darstellung, auf der ein junger Mann zu sehen ist. Er steht zwischen seiner Mutter und seiner zukĂŒnftigen Frau, er muss sich nun entscheiden (im Grunde ist natĂŒrlich klar, fĂŒr wen er sich entscheiden wird. Zumindest wĂŒnschen wir ihm alle, er möge sich fĂŒr die Geliebte und zukĂŒnftige Ehefrau entscheiden ). Die Entscheidung also, sich aus seiner Vergangenheit heraus, aus seiner Herkunft und seinen Wurzeln heraus den eigenen Weg weiterzugehen. Herauszuwachsen, ohne die Wurzeln abzutrennen.
    Die Liebenden im Tarot von Marseille
    In seinem Buch Tarot und die Reise des Helden beschreibt Hajo Banzhaf das Thema dieser Karte als den Moment der bewussten Entscheidung fĂŒr den weiteren Lebensweg, den jeder Mensch auf seiner “Heldenreise” (in Anlehnung an zahlreiche mythische Beschreibungen, die bildhaft das Leben des Menschen als Heldenreise beschreiben, in der der Hauptakteur viele Aufgaben lösen muss, um zu seiner Bestimmung und ErfĂŒllung zu gelangen) erlebt:


    Diese eindeutige Entscheidung aus freien StĂŒcken und vollem Herzen gehört sicherlich zu den höchsten GlĂŒckserfahrungen auf dem Bewusstwerdungsweg. Die dazugehörige Beherztheit und Entschiedenheit ist nicht nur das Thema dieser Karte sondern auch Voraussetzung fĂŒr jede Heldenreise, die ohne die Entscheidung, das Elternhaus zu verlassen, gar nicht stattfinden wĂŒrde. Das Motiv der Ă€lteren Tarotkarte war in der Malerei beliebt, wo man es bezeichnenderweise als “die Entscheidung” oder “Scheideweg” nannte.
     
    Der Scheideweg des Herakles, dargestellt von Hans Cranach (+1537)
    Auch jetzt, wĂ€hrend ich diese Zeilen schreibe, wird mir immer noch klarer, von Zeile zu Zeile, wie ich diese Beherztheit brauche. Dass ich an einer Weggabelung in meinem Leben angekommen bin, ist mir schon lĂ€nger klar. Aber bisher fehlte mir oft der Mut und eben diese Beherztheit, mich klar fĂŒr eine weitere Aufgabe und einen Weg zu entscheiden. Hier geht es nicht mal um das Richtig oder Falsch einer Entscheidung – sondern rein darum, ein Zuviel an Zweifeln ablegen zu können und mit Freude einen Weg einzuschlagen, egal ob ich jetzt weiss, wie er weitergeht, oder nicht. Möglicherweise kommt mir gerade hier die Ausdauer auch gerade recht. Ich war immer schon versucht, etwas gleich aufzugeben, wenn es sich nicht sofort vollkommen perfekt anfĂŒhlt. Vielleicht habe ich mir selber auf diese Weise viele wetrvolle Erfahrungen vorenthalten, die ich jetzt eben nachholen darf.
    Zusammengefasst: Die Jahreskarte, die ich zu Silvester fĂŒr 2012 gezogen habe, entsprechen meinem BauchgefĂŒhl, das sich seit einiger Zeit beimir eingestellt hat, gut: Die Zeiten des ewigen Zweifelns und Nachdenkens, die auch viele Artikel hier im Blog seit Monaten prĂ€gen, allem voran wenn es um meinen momentanen beruflichen Weg und meine Ziele geht,  dĂŒrfen sich jetzt mal verabschieden. Ist auch wirklich an der Zeit
    Die Karte, auf der die oben dargestellte Version aus dem Rider-Waite-Tarot basiert, ist eine Darstellung, auf der ein junger Mann zu sehen ist. Er steht zwischen seiner Mutter und seiner zukĂŒnftigen Frau, er muss sich nun entscheiden (im Grunde ist natĂŒrlich klar, fĂŒr wen er sich entscheiden wird. Zumindest wĂŒnschen wir ihm alle, er möge sich fĂŒr die Geliebte und zukĂŒnftige Ehefrau entscheiden ). Die Entscheidung also, sich aus seiner Vergangenheit heraus, aus seiner Herkunft und seinen Wurzeln heraus den eigenen Weg weiterzugehen. Herauszuwachsen, ohne die Wurzeln abzutrennen.
    Ausdauer


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  4. Undine added a post in a topic: Beschauliche Momente mit einer Katze   

    Darf ich vorstellen: Das ist meine Katze. Mein Kater, um genau zu sein:
    Mein Kater Columbus
    Es ist an der Zeit, ihm auch einmal ein paar Zeilen in meinem Blog zu widmen
    Zugegeben, das hat jetzt nix mit Astrologie zu tun (obwohl: interessant wäre, woher kommt meine AffinitĂ€t zu Katzen? Krebs-AC? Mond in Haus 8? Pluto??).
    Mein Kater ist ja ansonsten eher von der Sorte “wildes Raubtier”, viel draußen, schleppt er auch mal Beute an, die halb so groß wie er selber ist. Aber gestern zeigte er sich mal von der kuscheligen Seite. Mittags, die Kleine war schon im Bett, die Große noch nicht von der Schule daheim, setzte ich mich aufs Sofa, und ĂŒberlegte, was ich bis zum Kochen noch anpacken könnte. Da setzt sich der Kater zu mir – neben mir rollt er sich ein und schlĂ€ft auch gleich. Spontan hab ich mich dann einfach zu ihm gelegt – ich muss sagen, die gemĂŒtlichsten und beschaulichsten fĂŒnfzehn Minuten des Tages. Ich muss wohl auch kurz eingeschlafen sein, und erwachte mit einem so entspannten GefĂŒhl im Bauch – wunderbar. Es gibt eben viele Dinge, dich ich auch von meiner Katze noch lernen kann
     


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  5. Undine added a post in a topic: Nachtrag zu Maria   

    Zum besseren Verständnis fĂŒr Nicht-Theologen: Die Septuaginta ist die griechische Übersetzung des Alten Testaments – hier ist die bekannte Textstelle in Jes 7,14 zu finden, die dann auf Maria und die Geburt ihres Sohnes Jesus bezogen wird:
    ñ€žDeshalb wird mein Herr selbst dir ein Zeichen senden: Siehe, die junge Frau wird schwanger und gebiert einen Sohn, und sie wird ihn Immanuel nennen.ñ€œ
    Die alma, also die “junge Frau”, wird zur “Jungfrau”.
     
    Die berĂŒhmte Sixtinische Madonna von Raffael
    Und noch etwas: Maria, die mĂŒtterliche, junge, mĂ€dchenhafte Frau ist ein Bild, eines von vielen, die uns, gerade uns Frauen Vorbild wirken können. NatĂŒrlich gibt es noch mehr, und es ist bezeichnend, dass sich in der Kirchengeschichte dieses eine Bild von Maria so stark durchgesetzt hat. Die sich zurĂŒcknehmende, hörende, aufnehmende und empfangende Frau ist ein wunderbares Bild – aber es ist nicht das alleingĂŒltige Ideal einer Frau, wie es aber dennoch implizit immer wieder vermittelt worden ist.
    Maria selbst – die historische Maria abseits aller theologischen Spekulationen und AusschmĂŒckungen – dĂŒrfen wir uns durchaus auch als sehr mutiges und unkonventionelles MĂ€dchen vorstellen: Sicherlich hatte sie mit vielen Vorurteilen und Anfeindungen zu kĂ€mpfen. Man bedenke nur, zu diesen Zeiten, vor der Ehe schwanger – ein Skandal…


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  6. Undine added a post in a topic: Maria – eine Mondfrau?   

    Das Evangelium vom gestrigen, vierten Adventsonntag, gehört zu den fĂŒr mich absolut berĂŒhrendsten Bibeltexten ĂŒberhaupt. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber die VerkĂŒndigung an Maria durch den Engel Gabriel, sie werde bald schwanger und ein Kind zur Welt bringen, hat mich schon immer fasziniert.
    VerkĂŒndigungsszene, gemalt von Jean Poyer (+1503)
    Warum ist das so? Was ist und war Maria fĂŒr eine Frau, dass sie Menschen auf der ganzen Welt immer wieder und immer noch so anspricht und fasziniert? Ich gehöre nicht zu der Sorte frommer MarienverehrerInnen, die geradezu fanatisch daran festhalten, Heilung sei nur in Lourdes oder Fatima oder an sonstigen Marienerscheinungsorten möglich. Ich glaube auch nicht an Maria wie an eine Gottheit. Ganz im Gegenteil: Das Faszinierende an Maria ist fĂŒr mich ihre einfache, menschliche Art und ihre EmpfĂ€nglichkeit fĂŒr das Göttliche, im wörtlichen wie ĂŒbertragenen Sinn. In der Bibelstelle, die ich gestern im Gottesdienst so genossen habe, wird erzĂ€hlt, wie der Engel Gabriel Maria ĂŒberrascht. Es wird gesagt, Maria sei eine Jungfrau (griech.  ĂÂ€ĂŽÂ±ĂÂĂŽÂžĂŽÂ­ĂŽÂœĂŽÂżĂÂ‚ , parthenos). Diese Bezeichnung ist irrefĂŒhrend und (leider) im Laufe der Kirchengeschichte oft im Zuge einer Ablehnung und Skepsis gegenĂŒber SexualitĂ€t, gerade weiblicher SexualitĂ€t, im geschlechtlichen Sinne interpretiert worden. Möglich ist das gemacht worden durch die erste griechische BibelĂŒbersetzung, entstanden in der Zeit zwischen 250 v. Chr. bis 100 n. Chr. im hellenistischen Judentum. Die Gelehrten ĂŒbersetzten das hebrĂ€ische Wort  ױלמה (alma, ñ€žjunge Frauñ€œ von Heiratsreife bis zur Geburt ihres ersten Kindes) nur dieses eine Mal mit ĂÂ€ĂŽÂ±ĂÂĂŽÂžĂŽÂ­ĂŽÂœĂŽÂżĂÂ‚ (parthenos) und ließen damit die Deutung ñ€žJungfrauñ€œ zu.  Wir dĂŒrfen uns unter der Person Maria in dier Bibelstelle also ein circa dreizehnjĂ€hriges MĂ€dchen vorstellen. Vielleicht etwas Ă€lter, aber nicht um vieles; MĂ€dchen wurden zu dieser Zeit frĂŒh verheiratet.
    Auch die Maria aus dem Lukasevangelium: Sie ist bereits verlobt, mit dem Zimmermann Josef. Die AnkĂŒndigung des Engels kann sie zuerst nicht verstehen. Eine Schwangerschaft? Vor der Ehe? Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Im Übrigen eine wirklich schöne Bezeichnung, mit einem Mann zu schlafen, wie ich finde. Die Antwort des Engels lĂ€sst sich in etwa darauf komprimieren: FĂŒr Gott ist nichts unmöglich. Maria nimmt die AnkĂŒndigung an mit den Worten: Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du gesagt.
    VerkĂŒndigung, dargestellt von Fra Angelico (+1455)
    Ich verstehe dieses Geschehen immer gerne auch als Gleichnis, das sich an jeden Menschen, bis heute, richtet. Denn was geschieht hier? Maria hört die Stimme des Engels – also eines Boten, der von Gott kĂŒndet – vielleicht auch eine Stimme in ihr, in ihrem Herzen, die ihr eine besondere Aufgabe ankĂŒndigt. Eine Aufgabe, die nur ihr zugeteilt ist. Ihr ganz persönlicher Lebensweg. Sie muss sie nur annehmen, sich dafĂŒr entscheiden. Ja sagen. Das ist die Eigenschaft, die Maria voll und ganz verkörpert – das Annehmen ihrer Bestimmung. Diese wird in ihr Gestalt gewinnen und geboren werden.
    Eine Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe, ist die, inwieweit diese Eigenschaften mit denen des Mondprinzips in der Astrologie zu tun haben. Schon immer wird Maria im Laufe der Geschichte thronend auf einer Mondsichel dargestellt.
    Sehr bekannte Mariendarstellung von DĂŒrer
    Was wĂŒrde dafĂŒr sprechen, Maria als eine “Mondfrau” zu bezeichnen, also sie in die NĂ€he der archetypischen Eigenschaften dieses Prinzips hinzuordnen? Maria ist eine junge Frau. Die junge Frau ist allein schon dem Mondprinzip zuzuordnen, siehe meine Gedanken zu den weiblichen Archetypen. Maria wird Mutter: die Schwangerschaft und Mutterschaft wird dem Mond und dem Krebs zugeordnet. Sie verkörpert die Eigenschaft des Sichöffnens und Empfangens: wieder eine FĂ€higkeit des Weiblichen, des Mondes. Dass ich selber Krebs-AC bin, wĂŒrde erklĂ€ren, warum ich diese Bibelstelle so ansprechend  finde: Hier ist doch die Lebensaufgabe die, zur Geburt zu kommen, seine mĂŒtterlichen FĂ€higkeiten zu entwickeln und einzusetzen, empfĂ€nglich zu sein auf allen Ebenen.
    So wie Maria vom Engel als “begnadet” angesprochen wird, gilt das im Grunde fĂŒr uns alle. Jeder Mensch  ist begnadet, hat eine ganz bestimmte, ihm zugewiesene Aufgabe, er hat die FĂ€higkeiten dazu. Auch wenn er das zunĂ€chst einmal oft nicht versteht, nicht glauben und nicht annehmen kann.
    Gott ist ganz leise/willst du ihn hören/werde ganz still, wie Maria es war/vielleicht hörst du dann/die Botschaft des Engels:/du bist voll Gnade der Herr ist mit dir.
    Das ist der Text eines Kirchenliedes, das gestern gesungen wurde. Eine wunderschöne Zusammenfassung dessen, worum es hier geht.


     


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  7. Undine added a post in a topic:   

    In der Nacht auf Sonntag, gestern am Morgen um genau zu sein, hatte ich einen wirklich schönen Traum. Dabei war der Inhalt des Traums gar nicht spektakulĂ€r (wie es ansonsten durchaus bei mir vorkommt) und es passierte auch nicht viel. Ich weiss nur ich wachte mit einem sehr schönen, angenehmen und entspannten GefĂŒhl auf. Was bei mir gar nicht mal so oft passiert, ich hatte schon immer eine starke Neigung zu AlptrĂ€umen.
    In diesem Traum drehte sich alles um das Mutterthema, das kann ich im Nachhinein sicher sagen. ZunĂ€chst war ich in diesem Traum als Mutter. Als besorgte Mutter: Ich habe das GefĂŒhl, meine Tochter wird krank, Verdacht Magen-Darm-Grippe. Sie  klagt bereits wie schlecht ihr ist, und schon erbricht sie sich, natĂŒrlich gleich auf den Boden. Irgendjemand kommt mir entgegen (ich weiss nicht mehr wer das war) und spricht mir beruhigend zu, ich soll mir keine Sorgen machen, dass ist doch nach einem Tag vorbei und sicher nichts Schlimmes. Ich mache mich gleich daran, alles aufzuwischen. Ich habe es eilig, denn ich habe noch vor, an diesem Abend mit meiner Mutter und meiner Großmutter auf einen Ball zu gehen. Ich mache mich bereit, ziehe mich um und mache mich hĂŒbsch. An dem GebĂ€ude in dem der Ball stattfinden wird, treffe ich mit Mutter und Großmutter zusammen, die Stimmung ist erwartungsvoll, dennoch zutiefst friedlich. Ich feue mich einfach nur auf die Nacht. Im Gehen blicke ich in einen Spiegel, in dem ich kurz einen Blick auf mich erhasche. Spontan denke ich: Ich sehe wirklich schön aus. Mit einem glĂŒcklichen GefĂŒhl wache ich an dieser Stelle auf. Ich kann gar nicht sagen, wann ich das letzte Mal getrĂ€umt habe, und mit einem so guten GefĂŒhl aufgewacht bin…

    Das Horoskop hat zunĂ€chst mal einen SchĂŒtze-AC, auch die Sonne steht im Zeichen SchĂŒtze. Beim SchĂŒtzethema sagt man so schön: Es fĂŒgt sich etwas. Da tut sich etwas zusammen (im Gegensatz zum Zwilling der gegenĂŒbersteht, der zerlegt, analysiert…), eine Synthese entsteht, ein Überblick ĂŒber das Geschehen. Nicht umsonst wird als analoges Tier der Adler diesem Zeichen zugeordnet.
    Tierkreiszeichen SchĂŒtze
    Herrscher des AC, Jupiter, wandert gerade von Haus fĂŒnf nach Haus vier, was mich nicht erstaunt. Mit Haus vier verbinde ich ja gerade das Thema Familie, Herkunft, und dieses Haus steht auch in enger Verbindung mit dem MĂŒtterlichen. Also wird in diesem Bereich etwas zusammen-gefĂŒgt, hier entsteht ein Bild. Nicht ein Bild im plutonischen Sinn (als unverĂ€nderliches Vorstellungsbild), sondern eine Zusammenschau, eine An-Schauung. Jupiter wird in der klassischen Astrologie immer als GlĂŒcksplanet bezeichnet – ich kann es gerade in diesem Zusammenhang, mit meinem Traum und dem Horoskop nĂ€mlich, verstehen. Verstehen ist ein gutes Stichwort: Das FĂŒgen und Anschauen des SchĂŒtze hat auch viel mit dem Thema Verstehen und Begreifen zu tun. Das Begreifen einer Sache kommt mit dem ZusammenfĂŒgen und der Zusammenschau des Ganzen, nicht in der Zerlegung in seine Einzelteile. Genau an diesem Punkt ensteht ĂŒbrigens das typische Vorurteil gegenĂŒber eines SchĂŒtzen, dieser sei besserwisserisch und ĂŒberheblich. NatĂŒrlich liegt hier ein Körnchen Wahrheit: Der SchĂŒtze strebt prinzipiell nach Mehr und immer Mehr – egal ob es sich bei dem SchĂŒtzen um einen Uniprofessor oder eine VerkĂ€uferin beim Spar handelt.
    Im Zeichen SchĂŒtze und in Haus eins steht die Sonne: Es kommt etwas zur Erscheinung (Haus eins). Man könnte sagen: Genau dieses Bild des MĂŒtterlichen, des Herkunftsthemas (Jupiter in vier), kommt in die Erscheinung, wird real. Denn die Sonne verwirklicht das, was das Thema des AC und des AC-Herrschers vorgibt.
    Vollmond war nicht mehr ganz, aber immer noch gilt die Sonne-Mond-Opposition. Etwas gesellt sich also hier noch dazu zu diesem schönen SchĂŒtze-GemĂ€lde: Es ist ein Mond, genauer ein Mond- Uranus, denn Uranus steht im Quadrat.
    Mond -Uranus verbinde ich mit der Lösung vom MĂŒtterlichen. Uranus ist der Himmel, das Befreien, auch und diesem Fall umso mehr die Befreiung von den familiĂ€ren, mĂŒtterlichen Verstrickungen. Unter einer derartigen Befreiung verstehe ich nicht etwa die Ablehnung der Mutter/des MĂŒtterlichen/der eigenen Mutterrolle (etwa der Wunsch keine eigenen Kinder zu bekommen) – obwohl das gerade bei Frauen mit Mond-Uranus oft auch der Fall sein kann. Was diese Konstellation an Aufgaben bereithĂ€lt, hat eher mit dem Sich unabhĂ€ngig machen von diesen Strukturen. Gerade darin kann dann auch die Möglichkeit einer ganz neuen, anderen NĂ€he und einem ganz neuen VerstĂ€ndnis fĂŒhren. In diesem Fall  das VerstĂ€ndnis und die NĂ€he zur Mutter, in meinem Traum die ganze mĂŒtterliche Linie gar, denn auch die Großmutter ist da. Und die Situation ist dennoch entspannt – was in der RealitĂ€t bei gleichzeitiger Anwesenheit meiner Mutter und Großmutter eher selten der Fall ist.
    Ich denke, diese gelöste, von allen krankmachenden AbhĂ€ngigkeiten befreite Beziehung zur eigenen Herkunft (fĂŒr mich als Frau ist natĂŒrlich die mĂŒtterliche Linie von besonderer Bedeutung) ist das, was ich in diesem Traum erahnt und gespĂŒrt habe. Das gilt auch fĂŒr meine Beziehung zu meinen Töchtern: auch die vierte Generation ist im Traum prĂ€sent, wenn auch nur am Rande.
     


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  8. Undine added a post in a topic:   

    Heute mal eine Filmempfehlung

    “Die letzten GlĂŒhwĂŒrmchen” ist einer der traurigsten, aber auch schönsten Filme die ich gesehen habe. Letzte Woche habe ich mir den Film mit meinem Freund angesehen, nachdem wir uns dieses japanische Werk von Isao Takahata schon lĂ€nger vorgenommen hatten. Es ist ein Film aus dem Studio Ghibli (aus deren Produktionen ich einige nur empfehlen kann, vor allem die Filme von Hayao Miyazaki, die ich bereits gesehen habe).
    In der Geschichte dieses Films geht es um zwei Kinder, die am Ende des zweiten Weltkriegs in Japan um das Überleben kĂ€mpfen. Es ist ein Antikriegsfilm, der aber nicht so sehr die geschichtlichen HintergrĂŒnde und den Krieg an sich, sondern viel mehr das Schicksal zweier Einzelner, in diesem Fall den Jungen Seita und seine kleine Schwester Setsuko.
    Am Anfang des Films wird das Ende bereits vorweggenommen: Der Junge Seita stirbt ausgehungert und ungeachtet von allen Passanten an einem Bahnhof. Dann wird die Geschichte von Anfang an erzÀhlt:
    Die beiden Kinder verlieren ihre Mutter bei einem Bombenangriff und kommen erst bei einer Tante in der Stadt unter. Diese behandelt sie schlecht, und macht dem Jungen VorwĂŒrfe, da er sich nicht am Krieg beteiligen möchte. Sie behandelt ihn, als sei er ein Schmarotzer und Nichtsnutz, weil er nicht kĂ€mpft, wie sein Vater. Seita hingegen macht es sich zur Aufgabe, sich um seine vierjĂ€hrige Schwester zu kĂŒmmern, und ihr den Verlust der Mutter so zu erleichtern. Nach einer Zeit verlassen sie die Tante, die ihnen nun nicht mal mehr zu essen gibt, und versorgen sich in einem verlassenen Bunker vor der Stadt selbst. Was folgt, ist ein aussichtsloser Kampf gegen Hunger, KĂ€lte und Unverstandensein. Als Seita auch noch zufĂ€llig erfĂ€hrt, dass  sein Vater im Krieg gestorben ist, verlĂ€sst ihn endgĂŒltig der Mut.
     
    Ich wĂŒrde auf jeden Fall empfehlen, TaschentĂŒcher bereitzuhalten, bei mir sind die TrĂ€nen nur so geflossen. Ein wirklich aufrĂŒhrender Film.
     
     


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  9. Undine added a post in a topic:   

    Ich hab mir ja schon öfter gedacht, das meine TrĂ€ume ab und zu absolut besten Filmstoff fĂŒr richtige Horrorschocker wĂ€ren – die letzte Nacht hat das wieder mal bestĂ€tigt.
    Generell war die letzte Nacht unruhig, auch meine Kinder sind nicht eingeschlafen, beziehungsweise nachts stuundenlang wach. Anstrengend…Als ich dann(endlich) auch mal einschlafen durfte, hatte ich diesen Traum:
    Ich befinde mich in einer Stadt, die ich jetzt einfach als Salzburg indentifiziere – vieles der Bilder im Traum erinnert mich an diese Stadt, in der ich doch fast sieben Jahre lang gewohnt habe. In der Stadt geht ein Mörder um, und ich bin ihm auf der Spur. Immer wieder komme ich “zufĂ€llig” dazu, wenn die AnschlĂ€ge passieren, und kann diese beobachten.  Es handelt sich um einen geheimnisvollen “Messermörder”, der auf fast magische Art und Weise Messer, eigentlich nur Klingen, fliegen lĂ€sst, und die Menschen so angreift. Nicht alle sterben dabei, einige werden nur verstĂŒmmelt, was auch nicht besser ist. Ich sehe zum Beispiel, als ich gerade an einem Schaufenster stehe, wie die geheimnisvollen Klingen plötzlich aus der Erde rausfliegen und einem Mann die Zehen abschneiden. Es ist echt ekelhaft. Ich habe das GefĂŒhl, ich muss die Menschen warnen. Ich renne panisch durch die Stadt, kann aber nichts bewirken.

    In einem Szenenwechsel befinde ich mich dann doch auf einmal im Haus des Mörders – ich habe ihn also doch gefunden. Zu meinem Erschrecken sind es aber zwei MĂ€nner, die dahinter stecken.  Eines meiner Kinder, ich glaube die Kleine, ist auch da, und einer der MĂ€nner droht mir an, sie zu vergewaltigen. Ich fĂŒhle mich machtlos angesichts der Übermacht dieser beiden ĂŒber mich.
    Wieder Szenenwechsel: Ich bin in einer Sporthalle und warte auf meinen Liebhaber, ein alter Mann. WĂ€hrend ich auf ihn warte, ĂŒberlege ich mnir, warum ich denn ĂŒberhaupt auf diesen Mann warte. Er ist doch viel zu alt fĂŒr mich. Warum habe ich mich da ĂŒberhaupt reinziehen lassen? Was mache ich hier ĂŒberhaupt?? So in meinen Gedanken beschließe ich, einfach zu gehen. Ich gehe in den Nebenraum, auch eine Art Turnhalle, und tanze oder trainiere dort irgendwas, ich weiß nicht mehr genau was.
    Im Aufwachen höre ich, wie mein Freund neben mir im Schlaf meinen Namen sagt und dann auch noch leise aufschreit, so als hÀtte er auch gerade einen schlimmen Traum. Heute Mittag dann erzÀhlte er mir auch, er hÀtte schlecht getrÀumt, kann sich aber nicht mehr erinnern, was es genau war.
    Nun bin ich schon neugierig gewesen, was die aktuellen Konstellationen, vor allem die der letzten Nacht, da an Deutung oder Orientierung geben können. Hier die Radix der Nacht, erstellt auf drei Uhr morgens:

    Um was geht es also in dieser Nacht? Der Aszendent steht im Zeichen Waage. Beziehungsthema, wĂŒrde ich da spontan assoziieren. Beziehung im Sinne von Partnerschaft, aber auch alle anderen Beziehungen, die ich zu anderen Menschen habe. Welcher Art, wie Ă€ußert sich das? Herrscherin Venus steht in Haus drei, im Zeichen Steinbock. Es ist eine Venus, die Sicherheit und BestĂ€ndigkeit sucht, eine, die Beziehungen festigen möchte, eine Venus, die keine Arbeit und MĂŒhen scheut, wenn es um Beziehung geht. In Haus drei wird dieses Thema nach außen hin gezeigt, artikuliert und ausgedrĂŒckt. Herrscher des Steinbock, Saturn, ist in Haus eins: das Erscheinen dieses Themas (der Beziehung) ist maß-geblich, Ordnung und Sicherheit reprĂ€sentierend. Strenge im Erscheinungsbild. Als Menschen mit dieser Konstellation gedacht, stelle ich mir da vor, der kommt immer mit “erhobenem Zeigefinger” daher. Alles muß wohlgeordnet vor sich gehen – das ist immerhin auch das Waagethema, da verstehen sich die beiden Zeichen wunderbar. Schön, ordentlich, harmonisch muß es sein. Keine Fehler.
    So – das wĂ€re alles ganz wunderbar, wĂ€ren da nicht noch Pluto, Mars und Mond, die da auch ein Wörtchen mitzureden haben: Im Horoskop steht Pluto bei der Venus, Mond im Quadrat dazu im Zeichen Widder, und Mars aus Haus elf im Zeichen Jungfrau, der als Sonne-Mars das Handeln und die Vorgehensweise des Trauminhalts bestimmt. Die GefĂŒhlswelt in diesem Traum, die hinter der schönen Fassade (möglicherweise auch deswegen die Stadt Salzburg: schöne Fassade, depressiver Inhalt…) die Situation und das Geschehen prĂ€gt, ist aufgewĂŒhlt, chaotisch und leidenschaftlich. Es ist mitunter auch viel Zorn, der hier wirkt (Mond in Widder, Mond-Pluto in Kombination mit Mars-Sonne). Woher kommt der Zorn? Einerseits aus dem sechsten Haus, aus dem Bereich der Anpassung und Ausrichtung auf die in der Umwelt vorhandenen Bedingungen (Stellung des Mondes). Die Empfindungen wollen sich nicht anpassen, wollen auch die Sicherheit, die die Venus so gerne haben möchte, nicht. Andererseits kommt er Zorn aus dem elften Haus, aus dem Ungreifbaren, Schöpferischen, aus dem Himmel. Dort wo eigentlich die Vögel frei fliegen sollten, ist wieder das Zeichen Jungfrau, analog zum sechsten Haus, bestimmend. Also wieder: Anpassung, Vernunft, Ausrichtung auf das, was von aussen vorgegeben wird.
    Gerade einen Tag vorher hatte ich ein – fĂŒr mich schon aufwĂŒhlendes – GesprĂ€ch mit meinem Liebsten, und zwar ĂŒber unsere momentane finanzielle Situation, und unsere Zukunft. Ganz salopp gesagt: Jede Jungfrau (mein Freund gehört auch dazu) kann sich bei meiner Einstellung zu Geld und Zukunftsplanung eigentlich nur mehr die Haare raufen. Ich habe kein Einkommen und fange eine (fĂŒr mich durchaus sehr teure) Ausbildung an. Konkrete Ziele, damit verbunden, kann ich nicht vorweisen, nur Interesse, Neugierde, Freude an der Sache. Äußerst zweifelhaft fĂŒr mich auch die Möglichkeit, meine “alte” Arbeit, die ich vor der Karenz gemacht habe, in naher Zukunft, aber auch irgendwann spĂ€ter wieder aufzugreifen. Im Grunde genau das Dilemma, das die Konstellationen der vergangenen Nacht aufzeigen. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass die Schreckensbilder meines Traums eine Verarbeitung genau dieses Themas darstellen. Freiheit und Leidenschaft versus Vernunft und Ökonomie. Das BedĂŒrfnis nach Sicherheit und Geliebtsein gegenĂŒber der Verausgabung, des EnergieĂŒberschusses, der, nicht ausgelebt, zum Zorn wird, auch gegen sich selber.
    Ich denke, dass in vielen (Alp-)TrĂ€umen Personen abgespaltene oder unerwĂŒnschte Seiten des TrĂ€umenden darstellen. Gerade in AlptrĂ€umen sind es die unerwĂŒnschten Seiten an mir, die mir dann als Mörder und Schreckensbilder entgegentreten. Etwas, das fĂŒr eine Seite an mir unerwĂŒnscht ist, aber dennoch  leben möchte, wird zum Schreckgespenst. Passe ich mich zu sehr an, werde zu vernĂŒnftig, zu sehr fokussiert auf “Fassadendenken” (Was denken die Anderen/Familie/Nachbarn/Freunde/Kirche/Was oder wer auch immer dazu? Und wie kann ich mich verhalten, dass mein Leben immer fĂŒr alle diese genannten stimmt und angenommen wird? Logisch, geht nicht.)) dann wird der Mond zum zornigen Widdermond, und Mars – eigentlich meine Durchsetzungskraft, meine Energie, mein Eroberungsdrang – wendet sich gegen mich, anstatt fĂŒr mich da  zu sein. Das VerdrĂ€ngte fĂŒhlt sich ĂŒbermĂ€chtig an, Mars wird im Traum zum unkontrollierbaren Aggressor, der nur mehr gegen das Leben (auch in Gestalt des Kindes, das frische, neue Leben) arbeitet. Es sind die Jungfrauthemen im Traumhoroskop und der Mond in Haus sechs, die das ausdrĂŒcken. In meinem Geburtshoroskop stehen Neptun und Uranus in Haus sechs, die mir sagen: Passe dich nicht zu sehr deiner Umwelt an, werde eigenstĂ€ndig, unabhĂ€ngig.
    Was bleibt, als sich einfach vertrauensvoll hineinzustĂŒrzen? Ich kann es meinem Freund (wohlgemerkt: Steinbocksonne, Jungfrauaszendent!) gar nicht hoch genug anrechnen, wenn er mich – so die Konsequenz unseres GesprĂ€chs – in allem was ich tun möchte, unterstĂŒtzen wird.
     


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  10. Undine added a post in a topic:   

    Ist schon eine Weile her, als ich einen Artikel zu den – meiner Erfahrung nach drei wichtigsten – weiblichen Archetypen schrieb. Ich bin eine Frau- vielleicht gerade deshalb auch wichtig, sich einmal gedanklich an das Thema mĂ€nnlicher Bilder und Ur-Bilder heranzutasten.
    Man ist geneigt, hier als erstes an Mars zu denken. (Wohl weil der Gott des Krieges und der sich energisch durchsetzenden “MĂ€nnlichkeit” einfach aufdringlicher ist als das ruhig strahlende Zentralgestirn…) Warum aber nicht bei der Sonne anfangen?
    Sonne. Der VĂ€terliche und Heldenhafte
    Die Sonne im Horoskop, aber auch als Archetyp fĂŒr sich betrachtet, steht fĂŒr das Ich, das Selbst und seine Entfaltungsmöglichkeiten, Stichwort: Selbstausdruck. Es geht nach aussen, das steckt im Begriff bereits drinnen, hier geht es um E-Motionen, dem Wort nach einer Bewegung von Innen nach Aussen. Ganz anders beim Archetyp des Mondes, dem weiblich-mĂŒtterlichen Prinzip: hier ist es nicht die Emotion, sondern die Empfindung, die leitet, wörtlich das In-sich-finden. Im individuellen Geburtshoroskop steht die Sonne immer auch fĂŒr den eigenen Vater und, wichtiger noch: das daraus sich entwickelnde Vaterbild, das meine mĂ€nnliche IdentitĂ€t (vorausgesetzt ich bin ein Mann;-)) und meine Vorstellungen von VĂ€terlichkeit prĂ€gt. Das alles weitergedacht, wĂŒrde auch ergeben, dass der eigene Vater – oder besser das Bild, das ich von ihm habe, meine spezifische Art und Weise, ihn als Vater wahrzunehmen – meinen Selbstausdruck und meinen Verhaltensmodus tendenziell mehr mitbestimmt als das Mutterbild (kleine Anmerkung am Rande: auch die eigene Mutter kann die Rolle eines Vaterbildes ĂŒbernehmen, alles ist möglich. Aber natĂŒrlich ist auch beispielsweise die Nichtanwesenheit eines Vaters ein Vaterbild, das mich prĂ€gt, nĂ€mlich das des nichtprĂ€senten Vaters, ergibt dann das “schwache Vaterbild”)
    Sonnengott Helios
    Das Sonnenprinzip will vor allem eins: Nach Aussen gehen, in die Aktion. So ist das Sonnenzeichen  (das Zeichen, in dem die Sonne bei der Geburt steht) auch die QualitĂ€t, die unser Verhalten und unser bewusstes Handeln bestimmt. Alles zielt auf die Bewusstheit hin: hier sind es nicht GefĂŒhle, die irgendwo im Innern mein Handeln vielleicht unbewusst mitleiten – wie beim Mondprinzip – sondern hier streben die GefĂŒhle nach Ausdruck. So wie das Herz im menschlichen Körper, das astrologisch auch dem Sonnen/Löweprinzip zugeordnet wird, ist die Sonne der “Motor”, der das Leben in Gang hĂ€lt, Bewegung bringt, sich selbst ausdrĂŒckt. Man kann sagen, der Mond ist die Schwangerschaft, die Sonne ist die Geburt und das Ins-Leben-Kommen. Die Schattenseiten des Prinzips sind demnach alles was mit Übersteigerung, Selbsterhöhung und Manie zu tun hat. Das Ego wird ĂŒber alles Andere gestellt – eine Pervertierung des alten “Heldenmythos” kann entstehen.
    Der Koloss von Rhodos: Eine Gabe an den Sonnengott und Ausdruck einer ĂŒbersteigerten MĂ€nnlichkeit...
    Wenn die Sonne ein Mann wĂ€re, wĂŒrde ich ihn mir als sehr charismatischen, in seinem ganzen Ausdruck strahlenden Menschen vorstellen. Er ist groß und athletisch gebaut, er hat leuchtende, blonde Haare, nicht zuwenig, eher von der Art “LöwenmĂ€hne”. Er bewegt sich raubtierhaft, elegant, strebt immer in die Mitte und ins Zentrum, um gesehen (und bewundert) zu werden. Alle Augen richten sich fast automatisch auf ihn.
    Mars. Der Kriegerische, der Eroberer
    Mars ist das Urbild des schlechthin “MĂ€nnlichen” geworden – ĂŒberall wird er in Abgrenzung zu Venus, dem typisch Weiblichen gesehen. Im Horoskop steht Mars bei MĂ€nnern und Frauen fĂŒr die DurchsetzungsfĂ€higkeit, Energiepotential, aber auch fĂŒr das Triebhafte und die SexualitĂ€t. Er ist weniger Vaterbild als das Bild des jungen, fast noch eher pubertĂ€ren Burschen, der seine mĂ€nnlichen Energien (noch) nicht unter Kontrolle hĂ€lt. Alles, was an mĂ€nnlichen Energien da ist, wird zur Schau gestellt (sehr gut zu beobachten an 15-16jĂ€hrigen Burschen in Gegenwart gleichaltriger MĂ€dchen…). Im individuellen Geburtshoroskop steht Mars fĂŒr die eigene Durchsetzung, fĂŒr die SexualitĂ€t, bei Frauen fĂŒr das MĂ€nnerbild, das wir anziehen. Mars im Horoskop zeigt mir auch , wie ich (egal ob ich Mann oder Frau bin) meine mĂ€nnliche Seite lebe.
    Mars als Gott des Krieges und Herrscher der Zeichen Widder und Skorpion
    So stelle ich mir Mars, wĂ€re er ein Mensch, auch noch nicht erwachsen vor – im Gegensatz zur Sonne, die zwar noch nicht alt, aber auch nicht mehr der jĂŒngste Mann ist. Mars ist der jugendliche Mann, der seine mĂ€nnlichen Energien noch nicht kultiviert hat, alles ist noch roh und ungeschliffen. Er ist von gedrungener Gestalt, und sehr krĂ€ftig. Möglicherweise gehört er auch zur Sorte Bodybuilder – er spĂŒrt und sieht gerne seine körperliche Kraft. Er hat kurzes Haar, fast militĂ€risch kurz, und seine Frisur erinnert eher an Stacheln als an Haare. Ja, diesen MĂ€nnertyp gibt es wirklich, und immer sind es sehr widderbetonte MĂ€nner, die so oder Ă€hnlich aussehen…
    Chiron. Der verletzte Mann, der Heiler
    Eine interessante Tatsache ist die, dass im 20. Jahrhundert einige völlig vergessene Urbilder auch in der Astrologie wiederentdeckt wurden. Pluto wird entdeckt und zum Herrscher des Zeichens Skorpion; der Lilithmythos wird ausgegraben, und Chiron, eigentlich kein Planet, sondern ein Asteroid, wird entdeckt und in das astrologische Denken integriert.  Aber ganz egal, ob im astronomischen Sinn Planet oder nicht (die Streitfrage hat es ja auch bei Pluto gegeben): im Grunde geht es darum, was uns das sagen will, wenn plötzlich mit der Entdeckung etwas Neuem in der Welt (oder am Himmel) auch etwas Neues ins Bewusstsein der Menschen treten möchte.
    Der weise Chiron lehrt den jungen Achill
    Ich finde es auf jeden Fall spannend, dass nach Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden der Vorherrschaft des MĂ€nnlichen als des Sichdurchsetzenden (Mars) und im Zentrum Stehenden im Sinne patriarchaler Strukturen (Sonne) nun ein neues MĂ€nnerbild auftaucht: Chiron, der verletzte Heiler. Chiron ist im Mythos ein Kentaur, der durch einen vergifteten Pfeil so schwer verletzt wird, dass er freiwillig auf seine Unsterblichkeit verzichtet, um die Qualen nicht mehr erdulden zu mĂŒssen – er zeigt seine SchwĂ€che. Er gilt- vielleicht gerade deshalb -  als der weiseste aller Kentauren und ist ein Arzt und Heilkundiger. Was möchte uns das mĂ€nnliche Urbild des Chiron sagen? Chiron ist in unserem Geburtshoroskop der Ort, an dem unsere ganz persönliche Wunde sitzt, die Verletzungen, die unser Leben – auch – prĂ€gen. Gleichzeitig ist es auch der Ort, an dem die Möglichket wohnt, heil zu werden und sich weiterzuentwickeln – logisch, wo die Verwundung ist, kann Heilung geschehen.
    WĂ€re Chiron ein Mann, so wĂŒrde ich ihn mir etwas Ă€lter vorstellen. Er sieht vielleicht zerbrechlich aus, möglicherweise auch vom Leben gezeichnet – aber er strahlt eine große StĂ€rke und Weisheit aus. Er hat weisses Haar. Er kann sich zurĂŒcknehmen und will nicht im Zentrum stehen – aber vielleicht gerade deshalb zieht er auch die Aufmerksamkeit auf sich, Menschen suchen bei ihm Rat und Heilung. Die Jahre seines Eroberungsdranges und seines Geltungsdranges hat er hinter sich gelassen, er braucht das nicht mehr, um sich stark zu fĂŒhlen. Seine StĂ€rke bezieht er aus seinen Lebenserfahrungen und gerade auch aus seinen Verletzungen, SchwĂ€chen und Krisen, die er erlebt hat.
    Die Kentauren stehen ja ursprĂŒnglich fĂŒr das auf sehr triebhafte MĂ€nnliche, das roh und aggressiv auf jede Möglichkeit seines Auslebens wartet. In Chiron wird dieses Bild von MĂ€nnlichkeit (das es heute wie damals gibt, keine Frage) verwandelt, die mĂ€nnliche Energie wird heilsam. Immer wenn mĂ€nnliche Energie zerstörerisch wird, und alles Andere beherrschen möchte, muss wieder eine andere Seite auftauchen, die reguliert. Möglicherweise ist es an der Zeit, diese “andere Seite” des MĂ€nnlichen wieder mehr zuzulassen – das lege ich jetzt nicht nur MĂ€nnern ans Herz, sondern auch Frauen, die dieses Urbild ja auch in sich tragen.
     
     
     
     
     
     


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  11. Undine added a post in a topic: Ankommen. Gedanken zum Advent   


    Ich gebe es gerne  zu: Advent und Weihnachten ist fĂŒr mich immer noch eine besonders schöne, berĂŒhrende Zeit, das hat sich seit meiner Kindheit nicht verĂ€ndert.

    Gestern, am ersten Adventsonntag im Gottesdienst, war das Thema der Lesungen ñ€“ so wie ich es verstanden habe ñ€“ das Achtsamsein, das Wachbleiben und Warten.
    Der Prophet Jesaja
    In der alttestamentlichen Lesung sind es die Worte Jesajas, die zu Gott hin flehen: ñ€žReiß doch den Himmel auf und komm herabñ€©ñ€œ Alles sehnt sich danach, nach diesem Ankommen. Aber noch heißt es: Warten.
    NatĂŒrlich ñ€“ den ganzen Advent geht es schließlich darum, achtsam zu sein und warten zu können auf die Ankunft Gottes in Gestalt des Kindes in der Krippe. Aber ich verbinde dieses Wachsein und Warten noch mit etwas Anderem, Persönlicherem. Es ist das Ankommen (lat. Adventus=Ankunft) bei und in mir selbst, das sich immer wieder fĂŒr mich mit dem Advent verbindet und ihn deshalb auch immer wieder so spannend und berĂŒhrend fĂŒr mich macht.
    In der finstersten Zeit des Jahres wird das Licht ersehnt: Der Himmel reisst auf.
     NatĂŒrlich ist das nichts Neues ñ€“ ich befinde mich da auch in christlicher Tradition. Vor allem in mystischen Strömungen hat es diesen Gedanken immer wieder gegeben, dass die Geburt Gottes nicht etwas ist, das irgendwann irgendwo und irgendwie geschehen ist, sondern immer wieder in mir selbst zum Ereignis werden will. Dass die Geburt dieses Kindes immer auch Gleichnis werden kann fĂŒr etwas, das in mir geschieht und mich verĂ€ndert. Das, was in mir geschehen will und wozu mich die Themen im Advent jedes Jahr wieder erinnern, ist  das Hineinhören in mich selbst, das Hinhören und genaue Achten darauf, was wirklich in mir alles geboren werden will. Wenn man so will, auch das, was Gott in mich hineingelegt hat und durch mich geboren haben möchte. Vielleicht ist das auch das, was wir Bestimmung oder Schicksal nennen.
    Dieses Warten, das wir im Advent zelebrieren ist daher auch alles andere als eine passive Zeit, in der wir einfach nur nichts tun. Es ist eine aktive  Vorbereitung. Das spĂŒrt man dann natĂŒrlich auch ñ€“ oft in ungesunder Form ñ€“ in der Hektik und im Stress  der Vorbereitungen fĂŒr ein Fest, mit dem immer noch so viele SehnsĂŒchte und BedĂŒrfnisse nach GlĂŒck, Frieden und Ankommen verbunden sind  wie eh und je. Wenn auch oft nicht bewusst. Die idealen Voraussetzungen fĂŒr die so hĂ€ufige depressive Verstimmung in der Weihnachtszeit, die EnttĂ€uschung ĂŒber ein Fest, das zu einer leeren HĂŒlle fĂŒr etwas wird, das wir selbst gar nicht mehr benennen können. Und die Sehnsucht bleibt.
    Das aktive Warten ist genau dieses Hinhören und Wahrnehmen all dessen, was in mir ñ€“ möglicherweise schon lange ñ€“ wĂ€chst, Raum  und Ausdruck sucht, geboren werden möchte. Die Zeit des Winters ist ihrer Natur nach dafĂŒr prĂ€destiniert: Alles scheint zu schlafen, aber unter dieser Schicht der Finsternis, der KĂ€lte und der Stille warten bereits alle Keime, nach oben sprießen zu dĂŒrfen. Immer schon spĂŒren die Menschen die QualitĂ€t dieser Zeit und werden stiller, zĂŒnden Kerzen an, lassen die Dinge wachsen. Möglicherweise fatal, dass genau das in heutiger Zeit nicht mehr so leicht möglich ist: Der Winter und die natĂŒrliche Dunkelheit sind kein Hindernis mehr fĂŒr Arbeit, Stress, Unruhe und die allgegenwĂ€rtige PrĂ€misse der ununterbrochenen LeistungsfĂ€higkeit und einer einseitigen, wenn nicht gar falschen Sicht von ñ€žProduktivitĂ€tñ€œ.
    Ein Gebet im Biblischen Sonntagsblatt zum Evangelium, dass in der Kirche in Kefermarkt ausgeteilt wurde, hat mich und mein VerstÀndnis von Advent und Weihnacht daher sofort angesprochen:
    ich werde ganz still vor dir
    ich höre in mich hinein
    denn ich weiß dass du mit mir redest
    doch dann kommt mit der stille die angst
    denn mit deiner stimme
    kommt auch das durcheinander
    herr ich höre dinge in mir
    die nicht von dir sind
    aber GOTT
    da hinein kommt meine angst
    denn oft weiß ich nicht
    was nun wirklich von dir ist
    und welchen stimmen ich nicht trauen soll
    ich möchte deinen willen tun
    mach mich fÀhig zu unterscheiden
    (Ulrich Schaffer)

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  12. Undine added a post in a topic: Kinderwunsch Lilith 4 Haus   



    Ich hab den Saturn auch in Haus 5, sowohl im Geburtshoroskop als auch zur Zeit als TRansit. In dieser zeit habe ich auch mein zweites Kind bekommen, also der Saturn ist kein Hindernis, oder muss es nicht sein.

    Ich hatte auch immer einen lĂ€ngerfristigen Mondtransit oder Auslösung, als ich schwanger wurde, das wĂŒrde ich auch noch mniteinbeziehen.
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  13. Undine added a post in a topic: Ich Brauche Hilfe: Kommende Pluto-Venus-Konjunktion Mit Katastrophaler Geburtshoroskop-Basis   

    Hallo,

    jetzt auch von mir aus mal abgesehen vonm aller Astrologie: Ich erlebe dich schon als SEHR verkrampft in dieser Thematik, nur durch dein Geschriebenes. Du kommst mir etwas verbissen, fast schon besessen in deiner Vorgehensweise vor. Was natürlich zur Plutothematik dann schon wieder passt. Bei jedem Plutotransit geht es darum, Vorstellungen loszulassen, die man sich von etwas gemacht hat. Bei Venus Pluto geht s dann um Vorstellungen einer Beziehung, einer bestimmten Frau.

    Und kein Geburtshoroskop ist einfach nur scheisse, jeder Mensch hat seine Herausforderungen, seine Schwachpunkte, seine Chancen, das ist bei jedem Menschen so! Du hast sicher kein "schlechteres" Horoskop als Andere. Bei solchen Aussagen denke ich schon auch wieder, dass Astrologie was ganz schön GefÀhrliches sein kann, wenn man gerade nicht gefestigt ist oder unter Plutos Einfluss steht.

    Also mein erster Rat: Entspanne dich und deine Gedanken
    Lg Julia
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  14. Undine added a post in a topic: Vergangene Beziehungen Im Traum   



    Wenn ich von einer vergangenen Beziehung träume, dann hat das meinem GefĂŒhl nach schon mit einer Art "Seelenverbindung" zu tun - aber nicht unbedingt im positiven Sinn. Irgendjemand schamanisch Interessierter hat mir mal gesagt, dass man einen Teil seiner Seele bei einem Menschen hinterlĂ€sst, dem man nahe gestanden hat. Ist der dann einTeil der Vergangenheit (wenn er stirbt oder die Beziehung aus ist) dann ist ein Teil meiner Seele bei ihm, was fĂŒr meine Seele ja nicht unbedingt gesund ist. Sie ist ja unvollstĂ€ndig. Vom GefĂŒhl her stimmt das fĂŒr mich. Das ist dann verstĂ€ndlicher, wenn meine Seele sich den Teil immer wieder zurĂŒckholen will, zB auch in TrĂ€umen.
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  15. Undine added a post in a topic: Mehr Leichtigkeit, bitte!   

    Manchmal fühlt sich das Leben leicht an.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass es die letzten Monate bei mir so war – das erschreckt mich fast ein bisschen. Ich erwische mich immer wieder dabei, meinen Gedanken (destruktiver Natur), Fragen, Entscheidungsproblemen, unausgesprochenen Erinnerungen und TrĂ€umen nachzuhĂ€ngen, anstatt diese auszusprechen, zu teilen, sie so auch wieder loszulassen. Und zu verstehen natĂŒrlich: Verstehen und Begreifen ergibt sich immer erst im Austausch und im AnknĂŒpfen an ein GegenĂŒber. So leicht das klingt, so schwer ist das fĂŒr mich oft in die RealitĂ€t umzusetzen.
    Ein Beispiel aus meiner jĂŒngsten Vergangenheit: Schon seit Monaten begleiten mich unwillkĂŒrliche Erinnerungsbilder in TrĂ€umen und TagtrĂ€umen, in denen plötzlich Bilder aus meiner Vergangenheit, vor allem meiner letzten Beziehung und deren Ende, auftauchen. Gleichzeitig ĂŒberwĂ€ltigt mich dabei das GefĂŒhl von Trauer, SchuldgefĂŒhl und Hilflosigkeit, und ich weine. Warum? Ich habe wochenlang darĂŒber nachgedacht – ganz typisch fĂŒr mich – anstatt mal wirklich darĂŒber zu reden. Als ich dann einmal mit meiner Mutter beim Kaffee saß, erzĂ€hlte ich ihr einfach davon. Ihr Kommentar: “Ja klar, du hast ja nie getrauert und nie geweint…” Wow. Einfach und klar auf den Punkt gebracht. Es stimmt. Ich habe eine Beziehung nach sieben Jahren beendet, mit einem kleinen Kind, habe ganz neu angefangen. Und ich habe nie geweint und nie getrauert. Ich habe mnich immer stark gefĂŒhlt, das alles irgendwie zu schaffen. Irgendetwas in mir hat wohl gespĂŒrt, das meine Mutter hier die richtige Ansprechperson war, denn sie hat ja auch meine vergangene Beziehung, die immerhin sieben Jahre dauerte und mir ein Kind geschenkt hat, hautnah miterlebt.
    Nur bei diesen Worten ist mir schon die Erleichterung gekommen  - jetzt wollte ich schon fast “Erleuchtung” schreiben .
    Es ist echt schlimm fĂŒr einen Krebs-Aszendenten, den Zugang zu seinen Empfindungen ĂŒber kurz oder lang abzuschneiden. Ich muss im Nachhinein einsehen, dass ich das viel zu oft schon gemacht habe. Sicher auch aus der Notwendigket des Alltags heraus: Wer kann sich schon in seiner Trauer ĂŒber die gescheiterte Beziehung gehen lassen, zwischen einem zweijĂ€hrigen Kind, der Suche nach einer neuen Wohnung,  und diversen Abendterminen, der Arbeit wegen?
    Nichtsdestotrotz hat mir das Ganze wieder gezeigt, wie wichtig und wie prĂ€sent dennoch mein Empfinden ist, und wie es doch immer wieder aufschreit und sichtbar werden möchte. Und wie gut es tut, diese Verbindung immer wieder aufrechtzuerhalten, allein dadurch, dass ich es artikuliere, und nicht verstecke (bis die Empfindungen sich wieder in destruktive Gedanken verwandeln und mich aus dem Hinterhalt niederstrecken möchten…).
    Wie es fĂŒr mich – ich will das nicht verallgemeinern – gelingen kann, mit mehr Leichtigkeit zu leben, ist mir wieder einmal klar geworden: Ich höre auf mein Empfinden. Ich kann meine Empfindungen ausdrĂŒcken und klar aussprechen, definieren, artikulieren – damit letztlich auch deuten und verstehen.
    Ein entscheidener Schritt ist heute wieder gelungen: So banal das klingt, ich habe den Zeugen Jehovas, die schon lange immer wieder hartnĂ€ckig an meiner TĂŒre lĂ€uten, endlich mal ganz klar gesagt, das ich das nicht will. Wie gesagt, klingt banal und einfach, aber das war es fĂŒr mich nie. Ich habe grade Mars-Pluto, der machts möglich und lĂ€sst hin und wieder doch die RaubtierzĂ€hne hervorblitzen…


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